Eine nervige Routinearbeit: Transkribieren

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Transkribieren. Früher oder später muss jeder angehende Journalist diese Tätigkeit erledigen. Aber was ist das überhaupt? Transkribieren ist eine Verschriftung von Gesprächen nach bestimmten Regeln. Konkret heißt das für Journalisten: Geführte Interviews und andere sprachliche Aufnahmen werden vom Gehörten ins Geschriebene übersetzt.
Meiner Meinung nach ist das eine der wenigen nervigen und unlustigen Aufgaben eines Journalisten.  Warum? Nun ja erstens dauert diese Arbeit sehr viel länger als das Interview zu führen. Für 45 Minuten Audiomaterial habe ich in den Osterferien über 2 Stunden gebraucht, um es in eine schriftliche Form zu bringen. Über 7 Seiten und knapp 4000 Wörter später war ich einfach nur noch müde und genervt. Zweitens: Es gibt kaum Möglichkeiten dieses ganze Prozedere abzukürzen und zu beschleunigen. Drittens: Es zählt zur fast täglichen Routine eines Journalisten und man kommt nicht drum rum.
Aber kein Grund zur Verzweiflung. Nach mehrfachen Transkribieren wird man schneller und ich habe auch einige Tipps für euch:

  1. Besorgt euch ein Transkribtionsprogramm!
    Das ständige Hin- und Herwechseln zwischen Word und Abspielprogramm verlangsamt euch und nervt. Meine Empfehlung ist es sich ein Tool wie das konstelose Transcriber zu besorgen. So ein Tool ermöglicht euch gleichzeitig zu schreiben sowie abspielen. Man kann auch unterschiedliche Sprecher markieren, Segmente trennen, markieren und vieles mehr.
  2. Benutzt Shortcuts!
    Dieser Tipp setzt voraus, dass ihr ein Programm zum Transkribieren verwendet. Schaut euch die Shortcuts des jeweiligen Programmes an und benutzt sie auch. Ihr werdet viel schneller und effizienter werden. In Transcriber kann man etwa mit der TAB-Taste abspielen und pausieren womit man sich nervige Mausklicks erspart.
  3. Benutzt sprachliche Abkürzungen!
    (Orts-)Namen können nach einmaligen Ausschreiben später abgekürzt werden um Zeit beim Tippen zu sparen. Nur sollte man später nicht vergessen sie wieder vollständig auszuschreiben falls der Text veröffentlicht werden soll.
  4. Schiebt keine Panik, früh anfangen und Einteilen ist die Devise!
    Bei längeren Transkribtionsarbeiten sollte man früh genug anfangen um nicht später unter Zeitdruck und Stress zu geraten. Außerdem macht das Einteilen die Arbeit angenehmer und weniger nervig.
  5. Für ganz Faule: Lasst jemanden anders die Arbeit machen!
    Auf Online-Jobbörsen kann man seine Transkribtionsarbeit inserieren. Natürlich garantiert dies keinen Erfolg, ist unzuverlässig und eventuell teuer. Ich selber habe das noch nie gemacht und kann es daher (noch) nicht empfehlen!