Den Kaffee nicht vergessen: Alltag eines Studentens Teil 2

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Der Duft gerösteter, kolumbianischer Kaffeebohnen füllt den ganzen Raum und hinterlässt eine süßlich-bittere Note in meiner Nase. Langsam tropft die dunkelschwarze, heiße Flüssigkeit in die Kanne. Nach fünf Minuten Brauzeit ist mein Lebensrettungstrank fertig gebrüht.

Noch ein bisschen Milch dazu und fertig ist die liebste Flüssigkeit eines Studentens. Ohne ihr kann man kaum überleben. Ob um drei Uhr nachts beim Lernen oder sieben Uhr morgens beim Zeitungslesen: Das koffeinhaltige Getränk ist ständiger Begleiter und Lebensretter. Es hilft die Augenringe und den Sekundenschlaf zu bekämpfen. Auch für mich ist das Kaffee trinken zum Ritual geworden.

Zu diesem Ritual gehören auch meine drei bis vier Zeitungen. Die heiligste davon ist Der Standard. Jeder, der irgendwie an Journalismus interessiert ist, sollte sie gelegentlich lesen (Die Wochenendausgabe ist besonders gut). Der Standard wird seit 1988 von Oscar Bronner herausgegeben. Sie ist neben Der Presse eine der qualitätsvollsten Tageszeitungen in Österreich. Oscar Bronner lebte einige Jahre in New York und las dort die (seiner Meinung nach) beste Tageszeitung der Welt: die New York Times. Zurückgekommen nach Österreich wollte er ohne diesen Qualitätsjournalismus nicht mehr leben und gründete daher den Standard.

Neben dieser Zeitung blättere ich auch noch oft die Kleine Zeitung und die Kronen Zeitung durch. Am Mittwoch auch die Grazer Woche. Um ein guter Journalist zu werden sollte man viele, verschiedene Zeitungen analytisch lesen. Wie hätte ich die Überschrift gewählt? Was passt an diesem Lead nicht? Solche Fragen etwa stelle ich mir oft beim Lesen.

Je nach Stress und Gemütslage lese ich 15 bis 30 Minuten. Am Wochenende komme ich oftmals auf eine Stunde. Dann heißt es geschwind zum Bahnhof fahren (eine dreiminütige Fahrt) und eine Viertelstunde im Zug verbringe bis ich am Hauptbahnhof in Graz bin. Im Zug erwische ich sehr oft einen Sitzplatz und kann noch lernen oder lesen. Zur Fachhochschule Joanneum in Eggenberg gelange ich dann mit der Einser oder Siebener Bim, auch bloß eine zweiminütige Fahrt. Ich benötige also bloß 20 Minuten Fahrzeit bis zur FH, was sehr angenehm ist.

Jeder Unterrichtstag ist unterschiedlich an der FH. Von einer kurzen, 30-minütigen Ressortsitzung bis zu einen prall gefüllten 9-Stunden Tag: Alles ist dabei. In Teil 3 meiner Serie werde ich über einen durchschnittlichen Tag mit drei Vorlesungen berichten.

Finaler Teil 3

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